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Via Sancti Martini

Eine Initiative im Jahr der Barmherzigkeit: Ein Pilgerweg im Gedenken an den Hl. Martin von Tours

Die neue Mittelroute des europäischen Martinusweges
Rund 2.750 km sind es vom Geburtsort des heiligen Martin, Szombathely in Ungarn, bis zu seinem Begräbnisort Tours in Frankreich. Um diese beiden Orte miteinander zu verbinden, ist zur Zeit ein Martinusweg im Entstehen, der in Österreich durch die Diözesen Eisenstadt, Wien, St. Pölten und Linz führen wird.


Der heilige Martin wurde in  Savaria, dem heutigen Szombathely in Ungarn, geboren, er wuchs in Pavia, der Heimatstadt seines Vaters in Italien auf und verbrachte dort seine Jugend. Zum Militär wurde er nach Mailand eingezogen und musste im Rahmen seines Soldatendienstes unter anderem in einer Schlacht bei Worms in Deutschland dienen. Auch die legendäre Mantelteilung ereignete sich im Rahmen dieses Dienstes vor dem Stadttor der französischen Stadt Amiens.
Mit den ersten Weihen auf dem Weg zum Priester versehen kehrte er nach Hause zurück, um seine Mutter hier zu taufen. Danach zog er sich als Einsiedler in die Nähe von Genua zurück. Schließlich kam er wieder, vor allem auf Drängen des Volkes, nach Frankreich, wo er der dritter Bischof der Stadt Tours wurde.
Auch als Bischof zog er in seiner ganzen Diözese umher und kam unter anderem nach Paris, Chartres und Viennes. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Martin auch auf einer solchen Reise starb. Mönche brachten den Leichnam dann auf der Loire nach Tours, wo er begraben ist.

Neuer Pilgerweg

Was liegt also näher, als diesem unermüdlichen Pilger durch Europa, mit einem Pilgerweg zu gedenken und zu ehren?
Bereit 2005 hat der Europarat die Strecke von seinem Geburtsort Szombathely in Ungarn bis zu seinem Begräbnisort Tours in Frankreich zur Europäischen Kulturstraße erklärt – Via Sancti Martini – und in die Liste der Kulturwege aufgenommen. Mittlerweile gibt einen südlichen Martinusweg, welcher durch Ungarn, Slowenien, Italien und Frankreich führt. Nun ist eine Mittelroute, die unter anderem durch Österreich führt im Entstehen. Dieser Weg führt auch durch unsere Diözese.
Da es aber hier schon einen bestehenden Pilgerweg Ost – West, den Jakobsweg gibt, verläuft der Martinusweg genau auf diesem (zunächst von Stockerau nach Krems „Weinviertler Jakobsweg“, dann ab Mautern „Österreichischer Jakobsweg“). Dieser Weg ist gut beschildert, es gibt auch genügend Übernachtungsmöglichkeiten. Zusätzlich soll am Martinusweg auf „Orte des Teilens“ (SOMA, Caritas Einrichtungen...) aufmerksam gemacht werden, um den Bezug zum Wirken des Hl. Martin herzustellen.
Auf dem Teilstück durch unsere Diözese liegen zwei Pfarren mit Martinspatrozinien am Weg: Marbach a.d. Donau und St. Martin/Ybbsfeld.
Heuer soll der Weg anläßlich 1700 Jahr Jubiläum der Geburt des Heiligen eröffnet werden. Dies wird etappenweise geschehen:  An den jeweiligen Diözesangrenzen werden kleine Eröffnungsfeiern mit kurzer Pilgerwanderung, Mantelübergabe (Mantel als Symbol des hl. Martin) abgehalten.


In Krems (gemeinsam mit der Erzdiözese Wien): 16. 9. 2016  - nähere Informationen unter ....

In Linz (gemeinsam mit der Diözese Linz): 24. 9. 2016

Am 11.11. 2016 wird die letzte Etappe des Martinusweges in Tours, am Grab des Heiligen an seinem Gedenktag eröffnet.